Venezuela erwägt Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) als Reservewährungen

Bloomberg berichtete vor wenigen Wochen, dass die Zentralbank Venezuelas erwägt, ob Bitcoin und Ether als Reservewährungen dienen könnten.

Auf der Suche nach Alternativen zum Dollar

Venezuela befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise. Das südamerikanische Land wurde beinah ganz von dem globalen Finanzsystem ausgeschlossen. Die Vereinigten Staaten haben weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela verhängt. Es wurde damit gedroht, den Handel einzustellen oder gegen jeden, der Geschäfte mit Venezuela durchführt, Geldstrafen zu verhängen.

Die venezolanische Regierung ist deshalb auf der Suche nach Alternativen zum US-Dollar. Vor kurzem wurde zum Beispiel ein Deal im Wert von 637 Millionen Euro abgeschlossen, sodass die Ölverkäufe nach China fortgesetzt werden können. Die Rechnungen werden dabei in chinesischen Yuan anstelle von US-Dollar beglichen. Jedoch haben auch solche Maßnahme Nachteile, da nicht jedes Land der Welt den Yuan verwendet.

Warum Bitcoin und Ether?

Eine Währung zu finden, die nicht von anderen Staaten in Form von Sanktionen blockiert werden kann, ist für Venezuela sehr wichtig. Bitcoin und Ether können weder von anderen Staate noch von der venezolanischen Regierung selbst manipuliert werden. Die öffentlichen Blockchains, die von jedem eingesehen werden können, spielen hierbei eine große Rolle. Dies könnte das Vertrauen zwischen Handelspartnern und Bürgern wiederherstellen. Venezuela könnte den früheren Imageschaden rückgängig machen, in dem das Land eine Währung verwendet, welche sie nicht kontrolliert. Außerdem hätte Venezuela den Vorteil, dass die Stromkosten sehr niedrig sind. Das heißt, dass das Mining der Kryptowährungen als Finanzzweig rentabel werden könnte.

Es sieht so aus, als würde Venezuela Bitcoin und Ether als potenzielle Zahlungsmittel einsetzen und die Kryptowährungen ebenfalls als Reservewährungen aufnehmen wollen. Krypto-Experte Anthony Pompliano begrüßt diese Haltung der venezolanische Regierung. Er denkt, dass Venezuela das erste Land sein könnte, das Bitcoin in seine Notenbankreserven aufnimmt. Weitere Staaten, gegen die Wirtschaftssanktionen getroffen wurden, könnten folgen. Es sei nur eine Frage der Zeit.

Image via Unsplash

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