Hackergruppe Lazarus aus Nordkorea stahl 571 Millionen US-Dollar

Die berüchtigte Hackergruppe Lazarus aus Nordkorea hat über eine halbe Milliarde Dollar in Kryptowährungen gestohlen.

Lazarus stiehlt Coins im Wert von über einer halben Milliarde US-Dollar

Dies geht aus einem Artikel über einen Bericht der Cybersicherheitsfirma Group-IB hervor, der am Freitag auf The Next Web veröffentlicht wurde. Diesem zufolge hat die Cybersicherheitsfirma herausgefunden, dass Lazarus seit Januar 2017 hinter 14 Hackerangriffen bei Krypto-Börsen steckte. Insgesamt wurden bei diesen Angriffen Coins mit einem Wert von rund 571 Millionen US-Dollar entwendet.

Der Bericht der Cybersicherheitsfirma bestätigt die Vermutung, die von der Regierung in Südkorea bereits im Februar geäußert wurde. Damals erklärte die Regierung, dass in diesem Jahr bereits mehrere Millionen Dollar in Form von Kryptowährungen von Hackern aus Nordkorea gestohlen wurden.

Auch der Nachrichtendienst des Landes erklärte, dass durch Phishing-Betrügereien und andere kriminelle Aktivitäten mehrere Milliarden Won entwendet wurden. Außerdem kam die Vermutung auf, dass diese Hackergruppe auch hinter dem Angriff auf Coincheck stecken könnte. Damals wurden Coins im Wert von 500 Millionen US-Dollar gestohlen. Jedoch konnte dieser Angriff nicht eindeutig der Hackergruppe zugeschrieben werden.

Außerdem berichtete die Nachrichtenseite davon, dass es in dem Bericht der Group-IB heißt, dass von 2017 bis 2018 882 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen von Krypto-Börsen gestohlen wurden.

Ein Blick in die Zukunft

Die Cybersicherheitsfirma vermutet, dass Vorfälle dieser Art in Zukunft zunehmen könnten. Einer der Gründe dafür ist, dass Hacker von traditionellen Finanzinstitutionen wie Banken aufgrund der hohen Erträge bei Krypto-Börsen abwandern. In einer Zusammenfassung des Berichts heißt es, dass die Methoden wie sogenannte Phishing-Angriffe und Malware verbreitet sind.

The Next Web erklärte, dass Phishing-Angriffe – bei denen Opfer Schadsoftware als Anhang einer E-Mail erhalten– die „Hauptvektoren der Angriffe“ seien. Außerdem heißt es:

„Nachdem das lokale Netzwerk erfolgreich übernommen wurde, durchsuchen die Hacker das lokale Netzwerk, um nach Arbeitsstationen und Servern zu suchen, die mit privaten Kryptowährungs-Wallets arbeiten.“

Des Weiteren berichtete Group-IB davon, dass Lazarus seit 2017 10 Prozent seiner Gewinne durch ICO-Plattformen gemacht hatte. Übermütige Investoren nahmen in der Vergangenheit oft an Token-Verkäufen teil, ohne sich über die Sicherheitsmaßnahmen eines ICOs zu informieren oder fielen auf falsche Webseiten rein.

Group-IB warnt davor, dass Mining-Pools ein mögliches Ziel von Hackern werden könnten. Sie warnen unter anderem vor einem 51-Prozent-Angriff auf ein solches Netzwerk.

Image via Unsplash

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